WENN HUND UND KATZE ANGST VOR GEWITTER HABEN

zylkene: beruhigen bei gewitter

COOL BLEIBEN, AUCH WENN ES DONNERT UND BLITZT

Mehr noch als Katzen haben Hunde regelrecht Angst bei Gewitter. Die Gründe dafür sind unklar, die Auswirkungen – z.B. Bellen, Verstecken, Winseln oder gar Pfützen mitten im Zimmer – dafür umso deutlicher. Bei besonders sensiblen Hunden genügt oft schon die Lichtveränderung, wenn die Wolken heranziehen oder das Geräusch der ersten herabfallenden Regentropfen, um eine Angstreaktion hervorzurufen.

KONSEQUENT GEGEN DIE ANGST BEIM HAUSTIER

Um dem Tier die Angst zu nehmen, müssen Herrchen und Frauchen vor allem konsequent sein und den Hund weder strafen noch liebkosen. Ersteres würde dazu führen, dass künftig zur Angst vor dem Donnergrollen noch die Furcht vor der Strafe kommt. Letzteres kann dazu führen, dass der Hund immer dann Angstsymptome zeigt, wenn er eigentlich nur ein bisschen liebgehabt werden möchte. Schlecht ist auch, wenn Sie selbst Angst vor Gewitter haben, da sich Ihre eigene Unruhe auf das Tier überträgt. Sie sollten souverän Herr oder Frau der Lage sein und dem Hund damit signalisieren, dass „alles in Ordnung“ ist.

Wenn Ihr Hund Angst vor lauten Geräuschen hat, wird sich das nicht nur bei Gewitter, sondern auch bei Feuerwerk oder anderen Gelegenheiten (womöglich unangenehm) bemerkbar machen. Eine frühzeitig und geduldig durchgeführte Geräuschdesensibilisierung hilft Ihrem Vierbeiner über diese Donnerwetter hinwegzukommen.

Eine Geräuschdesensibilisierung mit entsprechenden Tonbeispielen und einer genauen Erklärung der Vorgehensweise finden Sie unter dem Stichpunkt Feuerwerk.

9 TIPPS UND TRICKS GEGEN DIE ANGST VOR LAUTEN GERÄUSCHEN

Verbinden Sie laute Geräusche immer mit etwas Positivem. Schon der Welpe kann lernen, dass Gewitter oder Feuerwerk keine Gefahr darstellen. Spielen Sie mit dem Tier, kraulen Sie es oder lenken Sie es mit Leckerli ab, wenn es draußen laut wird.

Versuchen Sie, den Hund zu konditionieren, indem Sie ihn immer, wenn er ganz entspannt ist, sanft kraulen und dabei ein weiches lobendes Wort („braaaav“, „guuuut“, „feiiiiner Hund“) wiederholen. Kraulen und dieses Wort werden eventuell dann bei einem Gewitter zur Entspannung des Tieres beitragen.

Richten Sie Ihrem Hund ein sicheres Plätzchen in der Wohnung her. Das sollte nicht unbedingt das Schlafkörbchen sein, sondern eher eine Transportbox oder auch ein Platz unter dem Bett. Denn wichtig ist vor allem, dass die Geräusche gedämpft werden. Machen Sie dem Hund das Plätzchen in ruhigen Zeiten mit Spielzeug oder Leckerli angenehm.

Sorgen Sie dafür, dass der Hund nicht allein ist, wenn es laut wird, sondern dass eine Bezugsperson bei ihm oder zumindest in der Nähe ist.

Reagieren Sie selbst gelassen auf die Geräusche. Natürlich dürfen Sie die Fenster und Balkontüren schließen. Sie sollten das sogar, damit der Hund nicht etwa in der Panik ausbüxt. Aber gehen Sie souverän und ruhig dabei vor.

Behandeln Sie Ihren Hund „wie immer“. Wie schon erwähnt, sind überstarke emotionale Reaktionen jetzt nicht angebracht. Der Hund soll lernen, dass die Situation ganz normal ist. Wenn Sie ihn also gewöhnlich kraulen und dabei ein Buch lesen, dann tun Sie das jetzt auch. Hat die Konditionierung funktioniert, kraulen Sie den Hund ganz beiläufig und murmeln das Zauberwort.

Wenn Ihr Hund darauf eingeht, spielen oder balgen Sie mit ihm oder lassen Sie ihn nach Leckerli jagen oder schnappen. Auch leise Musik kann als Ablenkung funktionieren. Bei manchen Hunden bewähren sich auch Thundershirts, enganliegende Hundebodies, die ähnlich wirken wie eine Umarmung.

Gehen Sie erst wieder Gassi, wenn „die Luft rein“ ist. Falls notwendig (und übrigens auch, wenn bei einem Spaziergang mit einem ängstlichen Hund Wolken aufziehen), legen Sie den Hund an die Leine.

Ist und bleibt die Angst übermächtig, suchen Sie einen Tierarzt, Hundetrainer oder Verhaltensspezialist auf.

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